Magnetpulverbremsen, Magnetpulverkupplungen - Arbeitsweise
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Aufbau und Funktion 


Die Magnetpulverbremse und -kupplung ist im Aufbau einfach und erziehlt bei geringem Platzbedarf ein hohes Drehmoment. Die Einheit ist aus 2 unabhängig voneinander gelagerten Rotoren zusammengesetzt. Der äußere Rotor enthält eine Ringspule, welche zur Betätigung mit Gleichstrom gespeist wird. Im Luftspalt zwischen den Rotoren befindet sich ein magnetisiertes Pulver (ferro/chrom). Durch Bestromung der Spule formieren sich auf Grund der Magnetisierung die Pulverkörner zu einer Art Kette, wobei die Steifigkeit dieser Kette mit dem magnetischen Feld variiert und direkt proportional der Höhe des angelegten Stroms ist. Auf diese Weise entsteht eine mehr oder minder starke Bremshaftung zwischen den beiden Rotoren, die ein stromproportionales Übertragungsmoment erzielen.
 

Vorteile:

· geräuschlose Betätigung
· Drehmoment direkt dem Erregerstrom proportional
· Drehmoment unabhängig von Drehzahlen (ab 30 min)
· robuster Aufbau, für Dauerschlupf geeignet
· hoher Drehmomentregelbereich von ca. 1:50

Anwendungen:

· Ein- und Auskuppeln
· Bremsen
· Drehmomentregelung, -begrenzung
· Zugspannungsregelung beim Auf- und Abwickeln
· gezieltes Bremsen und Ingangsetzen
von Trägheitsmomenten und Massen

  Schaltzeiten

diagramDie Schaltzeiten für Magnetpulvereinheiten sind von der Anordnung der elektrischen Versorgung abhängig, so ergibt sich beim Schalten auf der Gleichstromseite eine kürzere Schaltzeit als beim Schalten auf der Wechselstromseite. Die Schaltzeit ist außerdem abhängig von den dahinter befindlichen in Reihe geschalteten Widerständen.

Ein- bzw. Ausschaltzeiten sind anhand von Abbildung 2 erkennbar, sie sind auf Wunsch tabellarisch verfügbar.


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